Es ist Herbst. Viele setzen das gleich mit Erkältungszeit. Vielleicht seid oder wart ihr auch gerade erkältet. Genau dann merkt man nämlich, wie großartig es sich anfühlt, gesund zu sein.

Doch warum wissen wir unsere Gesundheit immer erst dann zu schätzen, wenn es uns nicht gut geht? Bedeutet Gesundheit also automatisch die Abwesenheit von Krankheit?

Lasst uns hier näher eintauchen:

Laut der World Health Organisation (WHO) ist die Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.

Aha! Das bedeutet also, wir müssen unterscheiden zwischen körperlicher, geistiger und sozialer Gesundheit. Einzeln betrachtet kann ein Mensch beispielsweise durchaus körperlich voll funktionsfähig sein, aber psychische Probleme haben oder sozial isoliert leben. Wie stark diese drei Aspekte der Gesundheit jedoch zusammenwirken, spüren wir an uns oder unseren Mitmenschen sehr schnell. Unser Körper reagiert auf Stress, auf Ängste, auf Konflikte. Sobald wir körperlich erkranken, leiden unsere sozialen Kontakte ebenfalls darunter, denn wir müssen zuhause im Bett bleiben. Das Ganze ist also ein Hamsterrad. Wenn es uns körperlich nicht gut geht, fühlen wir uns geistig auch nicht wohl und können auch wenig Freude versprühen, wenn es um unsere Freunde und Familie geht. Anders herum gilt das natürlich genauso. Wer einsam ist, wird auf lange Sicht traurig und früher oder später auch körperlich krank.

Wie entgehen wir also dem Teufelskreis, auf irgendeine Art und Weise krank zu werden?

Jetzt nicht sofort zum Hypochonder werden! Davon wird man nämlich auch krank. Aber wenn man weiß, wie man gesund bleibt, ist es oft einfacher, bewusst mit diesem Thema umzugehen. Natürlich können wir uns in der Erkältungszeit nach jedem Hände schütteln die Haut desinfizieren. Da wir nun die Definition von Gesundheit kennen, können wir sie einmal der Bedeutung von Krankheit gegenüber stellen:

Krankheit ist definiert als Störung des körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens.

Also im Grunde „nicht gesund“. Um die Begriffe voneinander abzugrenzen, sollte man eine Bandbreite an weiterer Bedingungen für das Vorhandensein einer Krankheit hinzu ziehen. Bei der Beschreibung einer Krankheit muss zwischen ihren Ursachen und ihren sichtbaren Anzeichen unterschieden werden. Als krank im Sinne von arbeitsunfähig wird man dann bezeichnet, wenn ein Körper- oder Geisteszustand vorliegt, der eine Behandlungsbedürftigkeit zur Folge hat. Ab wann ist man denn nun behandlungsbedürftig? Allein der Begriff klingt nach Altersheim.

Für seinen Arbeitgeber ist man in diesem Sinne nur krank, wenn man von einem Arzt oder Therapeuten behandelt werden sollten. Wenn es uns also emotional oder geistig nicht gut geht, weil wir Kummer haben oder traurig sind, sind wir nicht dazu berechtigt, zuhause zu bleiben.

Wobei dieser Zustand ja wie bereits festgestellt ineinander übergehen kann. Wie lange man sich einsam oder traurig fühlen muss, um körperliche Auswirkungen an sich zu bemerken, kann man nicht konkret festlegen. Vielleicht habt ihr schon mal Liebeskummer gehabt. Das ist ein Gefühl, als würde einem permanent das Herz aus der Brust gerissen werden und körperliche Schmerzen können dabei nicht selten auftreten. Denn unser Geist und unser Körper sind als Einheit zu betrachten. Aus diesem Grund sollten wir ein besonderes Augenmerk auf das ganzheitliche Wohlbefinden legen. Das soll aber nicht bedeuten, dass glückliche Menschen keine chronische oder plötzlich auftretende Krankheiten erleiden können. Aber tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit geringer, zu erkranken, wenn man ein allgemeines Wohlbefinden verspürt.

Schon Voltaire hat behauptet:

„Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.“

An dieser Stelle geht es heute primär darum, sich seiner geistigen und sozialen Gesundheit  zu widmen und davon Benefits für seine körperliche Gesundheit zu ziehen.

Dazu müssen wir uns die Frage stellen: Was bzw. wer sorgt denn aktuell in unserem Leben für geistiges und soziales Glück? Ist es die beste Freundin, die Mama, der Freund oder der Kollege?

Wenn wir uns klar gemacht haben, wer diese Personen oder was diese Dinge sind, ist der erste Schritt schon getan!

Wir sollten diesen Personen und Dingen in unserem Leben einen besonderen Wert geben. Oftmals sind diese so alltäglich und unscheinbar, dass wir sie gar nicht mehr bewusst wahrnehmen.

Eine kleine Übung von vielen erfolgreichen und glücklichen Menschen: Wenn ihr morgens aufwacht und den Schock überstanden habt, dass es wirklich schon Zeit zum Aufstehen ist, überlegt euch drei Dinge, für die ihr in diesem Moment dankbar seid. Das kann natürlich sein, dass man dankbar ist für die Person, die neben einem liegt. Aber auch wirklich unscheinbare Dinge wie Dankbarkeit für ein Dach über dem Kopf, Dankbarkeit, einen unversehrten Körper zu haben oder einfach dankbar zu sein, dass man gleich etwas zum Frühstücken hat. Das kann nicht jeder von sich behaupten. Und das sollte uns immer wieder bewusst werden: Das Glück in den alltäglichen Dingen sehen. Glücklich und zufrieden zu sein ist also das Beste, was wir für unsere Gesundheit tun können. Das soll kein Freifahrtschein für Fast Food und Bewegungsfaulheit sein, aber Ernährung und Sport (und auch Entspannung) sind eben nur die halbe Miete. Wer widerstandsfähiger im Angesicht von Krisen werden und ein langes, gesundes Leben führen will, sollte seine Lebenseinstellung grundsätzlich zu überdenken.

Natürlich spielen Faktoren wie eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, genügend Schlaf und Erholung eine wichtige Rolle. Aber die Basis liefert ihr selbst! Mit einer positiven Einstellung zu euch selbst und eurem Leben, kombiniert mit Menschen und Dingen, die euch gut tun, könnt ihr langfristig gesund bleiben.

Vor kurzem haben wir dieses Thema in unserem Podcast näher erörtert.
Wie ihr euch gut ernährt und bewegt und für die nötige Entspannung sowie ausreichenden Schlaf sorgt, erfahrt ihr ebenfalls dort.

Für detailliertere Fragen, wendet euch gern persönlich an uns.